Transparenz

Vom Feld bis in die Verkaufsstelle: woher die Rohstoffe kommen und wie sie verarbeitet wurden, ist für uns von grosser Bedeutung. Wir arbeiten daran, die Rückverfolgbarkeit so weit wie möglich zu gewährleisten, die Wertschöpfungsketten zu vereinfachen und sie hinsichtlich Ökologie und Sozialanforderungen zu optimieren.

Transparenz in der Wertschöpfungskette

Fairness und Transparenz sind Voraussetzungen für den gemeinsamen Erfolg und das nachhaltige Wachstum von Coop und seinen Partnern.

Durch die weltweit immer stärker vernetzte Wirtschaft werden unsere Lieferketten komplexer. Uns ist es wichtig zu wissen, wo, wie und unter welchen Bedingungen unsere Produkte produziert werden. Kennen wir die einzelnen Schritte unserer Lieferketten, können wir Risiken einfacher identifizieren und gezielter angehen.
So können wir unsere Verantwortung gegenüber Mensch, Tier und Natur entlang der Lieferketten wahrnehmen. Entsprechend haben wir das Thema in unseren «Mehrjahreszielen Nachhaltigkeit» verankert und verfolgen in der ganzen Coop-Gruppe das Ziel von Transparenz und Rückverfolgbarkeit der in Eigenmarken eingesetzten kritischen Rohstoffe. Wir fokussieren auf unsere Eigenmarken und insbesondere auf jene Produkte, die kritische Rohstoffe enthalten, da wir in diesem Bereich den grössten Handlungsspielraum haben und wir die grösste Wirkung erzielen können.

Nachhaltigkeitsstandards können eine Möglichkeit sein, die Rückverfolgbarkeit von Rohstoffen zu gewährleisten. Bio Suisse garantiert beispielsweise die Rückverfolgbarkeit der landwirtschaftlichen Rohstoffe bis zum Produktionsbetrieb. Eine Herausforderung sind kritische Rohstoffe, welche zwar nach einem Nachhaltigkeitsstandard zertifiziert sind, aber entlang der Lieferkette nicht segregiert gehandelt werden. Sie werden zusammen mit konventionellen Rohstoffen gehandelt was die Rückverfolgbarkeit entlang der Lieferkette erschwert. Deshalb ist es nötig, zusätzliche Informationen zu ermitteln. Wir erheben für alle kritischen Rohstoffe systematisch folgende Kennzahlen:

  • Beschaffungsmengen
  • Anteil der Beschaffungsmenge je Herkunftsland
  • Anteil der Beschaffungsmenge mit Nachhaltigkeitszertifizierungen inkl. Zertifizierungssystem (Segregiert, Mengenausgleich etc.)
  • Land der letzten wertgebenden Verarbeitungsstufe von Eigenmarkenprodukten
  • Anteil der Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner mit öffentlich einsehbaren Selbstverpflichtungen zu entwaldungs- und umwandlungsfreien Lieferketten

Mehr Informationen dazu in unserem Policy Paper zum Thema kritische Rohstoffe.

Mappingprojekte

Im Rahmen von Mappingprojekten verfolgen wir Schritt für Schritt die Lieferketten von Eigenmarkenprodukten. Wir erheben die Verarbeitungs- und Produktionsschritte vom Anbau bis in den Verkauf. Die dabei gewonnen Informationen nutzen wir, um Lieferketten auf Risiken zu überprüfen, diese frühzeitig zu erkennen und bei Bedarf Verbesserungsmassnahmen umzusetzen.
Im Jahr 2021 haben wir beispielsweise ein Mappingprojekt für alle Eigenmarken Tees umgesetzt. Aufgrund der dabei gewonnenen Erkenntnisse setzen wir nun nicht nur bei unseren Schwarz-, Grün- und Rooibostees, sondern auch bei unseren Kräuter-, Früchte- und Mischtees konsequent Nachhaltigkeitsstandards um.

Direkte Zusammenarbeit mit Produzentinnen und Produzenten

Je komplexer Lieferketten sind, desto schwieriger ist es, sie über alle Stufen zu ermitteln. Wir versuchen daher, langfristige Lieferbeziehungen aufzubauen. Für nicht verarbeitete Produkte sollten sie möglichst nur drei Stufen umfassen: Produzent, Exporteur und Importeur.
Die direkte Zusammenarbeit mit Produzentinnen und Produzenten vor Ort ist der Weg zu wahrhaftig transparenten Produkten. Dadurch können wir rückverfolgbare Lieferketten garantieren und den sozial- und umweltverträglicheren Anbau vor Ort direkt fördern. Im Bereich der kritischen Rohstoffe haben wir deshalb bereits verschiedene Projekte umgesetzt. Darunter folgende Beispiele:

  • Kakao aus Ghana: Wir haben wir eine Lieferkette für Bio-Kakao aus Ghana aufgebaut. Neben der direkten Zusammenarbeit der Kakaokleinbäuerinnen und Kakaokleinbauern unterstützen wir sie bei der Implementierung von nachhaltigen Anbausystemen. Das ermöglicht den Bauernfamilien eine nachhaltigere Produktion und ein höheres Einkommen.
    Mehr Informationen: Tat 372
  • Bananen aus der Dominikanischen Republik: Für unsere Bananen haben wir eine direkte Lieferkette zusammen mit einem Projekt für existenzsichernde Löhne in der Dominikanischen Republik umgesetzt. Die Mitarbeitenden zweier Bio-Fairtrade-Bananen-Produzenten erhalten dadurch bessere Löhne.
    Mehr Informationen: Tat 391
  • Transparenz in der Textilproduktion: Wir veröffentlichen unsere Textillieferanten, inklusive deren Produktionsland, die unsere Eigenmarkentextilprodukte produzieren. Diese Textillieferanten decken 80 % des Gesamtvolumens unserer textilen Eigenmarken ab. Ausserdem kennen wir bei diesen Lieferanten die gesamte Lieferkette bis zu den Nassprozessen, wo wir regelmässig Chemikalienmanagement Audits und «Wastewater-Tests» durchführen.
    Mehr Informationen

Rückverfolgbarkeitsmöglichkeiten für Kundinnen und Kunden

Coop arbeitet daran, die Rückverfolgbarkeit so weit zurück wir möglich zu gewährleisten.

Es gibt keine einfache, einheitliche Lösung, wie Produkte zurückverfolgt werden können. Wir arbeiten daran, die Rückverfolgbarkeit je nach Sortimentsbereich so weit wie möglich zu gewährleisten.

Bio-Produkte

Bei allen Bio-Produkten mit der Knospe von Bio Suisse können wir eine vollständige Rückverfolgbarkeit garantieren. Dank der Naturaplan-ID können Kundinnen und Kunden bei Naturaplan-Früchten und -Gemüse selbst verfolgen, von welchem Hof Ihre Bio-Früchte und Ihr Bio-Gemüse kommen. Im Offenverkauf tragen die Produkte einen Knospe-Kleber mit dem Code der Naturaplan-ID. Bei verpackten Früchten und verpacktem Gemüse befindet sich die Naturaplan-ID bereits seit 2010 direkt auf der Etikette.

Eier

Auf allen Eiern, die wir verkaufen, ist eine Nummer aufgedruckt. Mit dieser können Sie das Ei bis zum Produktionsbetrieb zurückverfolgen. Die Nummer gibt Auskunft über die Haltungsart der Hennen, das Herkunftsland, den Betrieb und das Legedatum.

Eier aus der Schweiz können Sie auf der Website von GalloSuisse zurückverfolgen. Da die Beteiligung an dieser Initiative für Eierproduzenten aber freiwillig ist, kann es vorkommen, dass sie nicht auf der Website gelistet sind. 

Eier, die aus der Europäischen Union in die Schweiz importiert werden, können Sie über die Website vom Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen e.V. (KAT) durch den sogenannten Eier-Code zurückverfolgen. Dieser Code gilt innerhalb der EU als gesetzliche Kennzeichnungsvorlage. 

Fairtrade-Produkte

Auf den über 1 300 Artikeln, die mit dem Gütesiegel Fairtrade Max Havelaar ausgezeichnet sind, finden Sie die sogenannte FLO-ID. Auf der Website von Fairtrade Max Havelaar können Sie mit diesem Code mehr über den Produzenten und das Produkt erfahren.

Textilien

Immer mehr Kleidungsstücke unserer Eigenmarke Naturaline tragen auf der eingenähten Etikette einen QR- und Zahlencode. Auf der Website «My-Trace», bereitgestellt durch die Remei AG, können Sie die Route vom Anbau der Bio-Baumwolle über mehrere Produktionsstufen bis hin zum fertigen Produkt detailliert verfolgen.

Umfassendes Risikomanagement

Coops exotische Trockenfrüchte sind 100 Prozent süss und fair.

Als Unternehmensgruppe mit einer breiten Produktpalette, müssen wir stets den Überblick über mögliche negative Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeiten behalten. So können wir unsere Ressourcen angemessen zu deren Vermeidung, Minderung, Beseitigung und Wiedergutmachung einzusetzen. Wir nehmen unsere Sorgfaltspflicht und unsere Verantwortung ernst und orientieren uns bei deren Umsetzung am Due-Diligence-Leitfaden und am Due-Diligence-prozess der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). 

Um unserer Sorgfaltspflicht gerecht zu werden überprüfen wir fortlaufend die ökologischen und sozialen Auswirkungen unserer Produkte. So können wir mögliche Risiken frühzeitig erkennen und minimieren. Periodisch führen wir ein Sortimentsscreening durch, um neue Themen zu identifizieren und Massnahmen einzuleiten. Dabei kann es sich beispielsweise um Themen wie kritische Rohstoffe oder Arbeitsbedingungen, Transparenz in den Lieferketten oder Auswirkungen von Anbau oder Produktion auf die Umwelt handeln.

Seit vielen Jahren setzen wir verschiedenste Instrumente ein, um wirkungsvolle Ansatzpunkte für nachhaltige Lieferketten zu finden. Dabei wollen wir auf die Umwelt, unsere Mitmenschen und die natürlichen Ressourcen Acht geben. Zu den Instrumenten gehören Sortimentsscreenings, Ökobilanzen, vor allem aber auch Erkenntnisse aus dem Austausch mit der Wissenschaft und verschiedensten Organisationen.  

Unsere neuesten Taten zum Thema Landwirtschaft und Verarbeitung

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